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Keratokonus und CrossLinking

  • Der Keratokonus ist eine beidseitige Hornhaut-Degeneration mit kegelförmiger, krankhafter Vorwölbung der Hornhaut (Abb 1).

    Die Ursache für die familiär gehäuft auftretende Erkrankung ist ungeklärt, die Häufigkeit liegt bei 1:2000.

    Die Diagnose kann mit einer Computer-Topographie (Abb 2) der Hornhaut gestellt werden.

    Es bestehen 4 Stadien und unterschiedliche Therapien.

    Grad HH-Dicke µ Sehschärfe %
    1 500 100
    2 500 100
    3 < 250 40-80
    4 < 200 20-40
  • Riboflavin-Augentropfen (Vit. B12) dient der  Anfärbung der Kollagenfasern Bestrahlung der angefärben Fasern mit UVA-Licht (365 nm Wellenlänge).

    Beim Keratokonus besteht ursächlich eine geringere Vernetzung der Hornhautzellen (Kollagenfasern) untereinander. Diese Quervernetzung kann mit der Methode des „CrossLiniking“ verstärkt werden, um eine höhere Stabilität zu erzielen. Am Auge ist diese Methode als Therapie erst seit einigen Jahren, dafür aber mit viel Erfolg, im Einsatz.

    Ziel der Operation: Mit der verstärkten Quervernetzung wird die Wölbung der Hornhaut gefestigt und eine weitere Vorwölbung verhindert. Die bisher eingetretene krankhafte Vorwölbung wird also nicht rückgängig gemacht, aber ein weiteres Fortschreiten wird verhindert.

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